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Grundlagen8 Min. Lesezeit

Mengenbestand oder serialisiert: Unterschiede im Datenmodell

Im Bulk-Modus wird eine Menge gebucht. Im serialisierten Modus hat jede Einheit Code, Status und Standort. Der Wechsel hat technische Nebenbedingungen.

OI

Open Inventory

Technische Notizen · MIT-lizenziert

Ein Lagerarbeiter scannt ein verpacktes Produkt am Regal mit einem Handscanner und hält ein Tablet.
Reale Kontextfotografie eines manuellen Lager-Scans. Das Motiv zeigt kein Open-Inventory-Interface. Foto: Tiger Lily / Pexels.

Kurz zusammengefasst

  • trackingMode: bulk bucht Mengen pro Inventareintrag und Standort
  • trackingMode: serialized speichert identifizierte Einheiten
  • Ein Moduswechsel prüft Bestand, Varianten, Zuweisungen und Einheiten

Echte App-Aufnahme

Bestand, Buchungen und Historie

Eigens angelegte Demo-Daten
Echte Open-Inventory-Bestandsansicht mit Buchungen und Demo-Daten
Echte Aufnahme der Bestandsverwaltung mit bewusst erzeugten Zu- und Abgängen in der Demo-Instanz.
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Zwei Modelle

trackingMode legt die Buchungslogik fest

In der API heißt der Schalter trackingMode; in PostgreSQL liegt er als stock_settings.tracking_mode. bulk erlaubt Mengenbuchungen und Bestände pro Standort. Das passt zu Schrauben, Kabelbindern oder identischen Ersatzteilen.

Bei serialized erhält jede physische Einheit einen eigenen Datensatz mit Code, Status und Standort. Direkte Mengenbuchungen sind dann gesperrt. Stattdessen wird eine konkrete Einheit erstellt, verschoben oder im Status geändert.

Beide Modelle schreiben Bewegungen in die Historie. Der Unterschied ist die kleinste adressierbare Einheit: eine Zahl im Bulk-Modus, ein identifiziertes Objekt im serialisierten Modus.

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Entscheidungshilfe

Entscheidungskriterien

  1. 01

    Ist jede Einheit austauschbar?

    Wenn jede Einheit denselben Zweck erfüllt und keine eigene Historie braucht, reicht Bulk meistens aus.

  2. 02

    Braucht jede Einheit einen eigenen Status?

    Status wie available, reserved, in-use, maintenance oder retired benötigen eine identifizierte Einheit.

  3. 03

    Musst du den Standort einzeln kennen?

    Bulk speichert Mengen pro Standort. Wenn ein bestimmtes Messgerät auffindbar sein muss, braucht es eine eigene Einheit.

  4. 04

    Gibt es individuelle Merkmale?

    Seriennummer, Garantiedatum, Farbe, Kalibrierung oder Zuweisung lassen sich an einer serialisierten Einheit sauber abbilden.

  5. 05

    Ist der Pflegeaufwand gerechtfertigt?

    Jede Einheit einzeln zu registrieren und zu bewegen kostet Aufmerksamkeit. Serialisiere nur dort, wo die zusätzliche Information genutzt wird.

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Praxis

Beispiele für beide Modi

  • Makerspace: M4-Schrauben als Mengenbestand; Akkuschrauber mit Inventaretikett als serialisierte Einheiten.
  • Familie: Umzugskartons als einzelne Inventareinträge oder Menge; Fahrräder mit Rahmennummer serialisiert.
  • Startup: USB-C-Adapter als Mengenbestand; Firmenlaptops und Testtelefone serialisiert und Personen zugewiesen.
  • Verein: Einwegbecher als Mengenbestand; Funkgeräte mit Ausleihe und Status serialisiert.
  • Sammlung: Standardhüllen als Mengenbestand; jedes Werk mit Provenienz und individuellem Zustand serialisiert.
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Grenzen

Was beim Moduswechsel geprüft wird

Beim Wechsel von Bulk zu serialisiert erzeugt Open Inventory eine Einheit pro vorhandener Menge. Dafür müssen Variantenbestände auf null stehen, aktive Zuweisungen oder Reservierungen beendet sein und Bulk-Bestand am Ort „Unassigned“ liegen. Pro Konvertierung gilt außerdem ein Limit von 5.000 Einheiten.

Der Rückweg zu Bulk ist blockiert, solange identifizierte Einheiten existieren. Der Modus ist deshalb keine reine Darstellungsoption, sondern ändert erlaubte Buchungen und die gespeicherten Datensätze.

Teste vor einem großen Import Wareneingang, Entnahme, Transfer, Ausleihe, Rückgabe und Inventur mit wenigen echten Objekten. Die Regeln stehen offen in lib/stock.ts, im Drizzle-Schema und in der OpenAPI-Spezifikation des MIT-lizenzierten Repositories.

Weiterführend

Vom Artikel in die Praxis