Mengenbestand oder serialisiert: Unterschiede im Datenmodell
Im Bulk-Modus wird eine Menge gebucht. Im serialisierten Modus hat jede Einheit Code, Status und Standort. Der Wechsel hat technische Nebenbedingungen.
Open Inventory
Technische Notizen · MIT-lizenziert

Kurz zusammengefasst
trackingMode: bulkbucht Mengen pro Inventareintrag und StandorttrackingMode: serializedspeichert identifizierte Einheiten- Ein Moduswechsel prüft Bestand, Varianten, Zuweisungen und Einheiten
Echte App-Aufnahme
Bestand, Buchungen und Historie

Zwei Modelle
trackingMode legt die Buchungslogik fest
In der API heißt der Schalter trackingMode; in PostgreSQL liegt er als stock_settings.tracking_mode. bulk erlaubt Mengenbuchungen und Bestände pro Standort. Das passt zu Schrauben, Kabelbindern oder identischen Ersatzteilen.
Bei serialized erhält jede physische Einheit einen eigenen Datensatz mit Code, Status und Standort. Direkte Mengenbuchungen sind dann gesperrt. Stattdessen wird eine konkrete Einheit erstellt, verschoben oder im Status geändert.
Beide Modelle schreiben Bewegungen in die Historie. Der Unterschied ist die kleinste adressierbare Einheit: eine Zahl im Bulk-Modus, ein identifiziertes Objekt im serialisierten Modus.
Entscheidungshilfe
Entscheidungskriterien
- 01
Ist jede Einheit austauschbar?
Wenn jede Einheit denselben Zweck erfüllt und keine eigene Historie braucht, reicht Bulk meistens aus.
- 02
Braucht jede Einheit einen eigenen Status?
Status wie
available,reserved,in-use,maintenanceoderretiredbenötigen eine identifizierte Einheit. - 03
Musst du den Standort einzeln kennen?
Bulk speichert Mengen pro Standort. Wenn ein bestimmtes Messgerät auffindbar sein muss, braucht es eine eigene Einheit.
- 04
Gibt es individuelle Merkmale?
Seriennummer, Garantiedatum, Farbe, Kalibrierung oder Zuweisung lassen sich an einer serialisierten Einheit sauber abbilden.
- 05
Ist der Pflegeaufwand gerechtfertigt?
Jede Einheit einzeln zu registrieren und zu bewegen kostet Aufmerksamkeit. Serialisiere nur dort, wo die zusätzliche Information genutzt wird.
Praxis
Beispiele für beide Modi
- Makerspace: M4-Schrauben als Mengenbestand; Akkuschrauber mit Inventaretikett als serialisierte Einheiten.
- Familie: Umzugskartons als einzelne Inventareinträge oder Menge; Fahrräder mit Rahmennummer serialisiert.
- Startup: USB-C-Adapter als Mengenbestand; Firmenlaptops und Testtelefone serialisiert und Personen zugewiesen.
- Verein: Einwegbecher als Mengenbestand; Funkgeräte mit Ausleihe und Status serialisiert.
- Sammlung: Standardhüllen als Mengenbestand; jedes Werk mit Provenienz und individuellem Zustand serialisiert.
Grenzen
Was beim Moduswechsel geprüft wird
Beim Wechsel von Bulk zu serialisiert erzeugt Open Inventory eine Einheit pro vorhandener Menge. Dafür müssen Variantenbestände auf null stehen, aktive Zuweisungen oder Reservierungen beendet sein und Bulk-Bestand am Ort „Unassigned“ liegen. Pro Konvertierung gilt außerdem ein Limit von 5.000 Einheiten.
Der Rückweg zu Bulk ist blockiert, solange identifizierte Einheiten existieren. Der Modus ist deshalb keine reine Darstellungsoption, sondern ändert erlaubte Buchungen und die gespeicherten Datensätze.
Teste vor einem großen Import Wareneingang, Entnahme, Transfer, Ausleihe, Rückgabe und Inventur mit wenigen echten Objekten. Die Regeln stehen offen in lib/stock.ts, im Drizzle-Schema und in der OpenAPI-Spezifikation des MIT-lizenzierten Repositories.
Weiterführend